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Toyota Aygo X "Air Explore" - Small, but powerful

  • eliteautohandler
  • Dec 21, 2022
  • 3 min read

Updated: Dec 22, 2022

by Franz Farkas | 15.10.2022 | Before, Toyota


Kleinwagen mit Verbrennungsmotor sind inzwischen zu einer vom Aussterben bedrohten Gattung der Verbrennungsmotoren geworden, und immer mehr Hersteller setzen in dieser Klasse auf rein elektrische Antriebe. Nur Toyota springt hier aus der Reihe und produziert die 2014 vorgestellte dritte Generation des Aygo im tschechischen Werk Kolin weiter. Auch das Design stammt aus Europa, die dritte Aygo-Generation wurde in Toyotas europäischem Design- und Entwicklungszentrum ED2 in Nizza entwickelt.

Geblieben ist die Rolle als (relativ) günstiges Einsteigermodell, allerdings auf der Plattform der größeren Yaris und Yaris Cross. Mit dieser Plattform wachsen auch die Maße und Preise: Der von Natur aus kleine Aygo X ist gegenüber seinem Vorgänger spürbar länger (+ 25 cm), breiter (+ 13 cm) und höher (+ 8 cm). Preislich liegt er mittlerweile zwischen 15.000 und rund 23.500 Euro, also nahe am Fiat 500, der seit Jahrzehnten der Bestseller seiner Klasse ist. Im Gegensatz zu den Italienern orientiert sich das Design jedoch nicht an einem der ebenso erfolgreichen Vorgänger, sondern definiert diesen neu. Eine der wenigen Gemeinsamkeiten ist das elektrisch betriebene Stoffdach der Topversion „Air Explore“ ist das Design selbst modern, eigenständig und eine echte Herausforderung für die Konkurrenz.


Intern wurde jedoch alles daran gesetzt, den Aygo X vom Yaris Cross abzuheben. Er ist satte 48 Zentimeter kürzer, bietet aber bei gleicher Breite mindestens die gleiche Ellbogen- und Schulterfreiheit zwischen Fahrer und Beifahrer, und auch größer gewachsene Zeitgenossen finden eine vernünftige Sitzposition. Nebeneinander sitzen ist auch mit dicker Jacke kein Problem. Zudem erleichtert die leicht erhöhte Sitzposition den Einstieg in den Innenraum. Im Fond wird es eher eng, die Bein- und Kopffreiheit ist eher für Kurzstrecken gedacht. Auch der Zugang zum Heck ist nur durch einen winzigen Spalt möglich, aber immerhin gibt es Türen. Kinder können ohne lästiges Auf- und Absteigen ein- und aussteigen, zusätzliches Gepäck oder einfach nur die Jacken sind schnell verstaut und wieder herausgenommen.

Das Kofferraumvolumen wächst nun auf 231 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank sind es 829 Liter. Störend ist die hohe Ladekante, das Gepäck muss wirklich in einer Mulde ruhen. Praktisch ist auch die 50:50 Teilung der Rücksitze. Dass die Rückenlehne der Rücksitze keinen Stoffbezug hat und aus Blech ist, ist nicht gerade schön und praktisch, außerdem wirkt die äußerst filigrane Gepäckraumabdeckung extrem billig und wird wohl nicht lange halten.



Interessant ist die Instrumententafel, hier dominieren lackiertes Blech und Hartplastik, aber mit tadelloser Verarbeitung. Der 9-Zoll-Touchscreen hat einen ovalen Rahmen, bietet aber für diese Klasse ein beachtliches Niveau. Smartphones lassen sich per Android Auto oder Apple CarPlay drahtlos einbinden, zudem besteht die Möglichkeit, das Handy induktiv und damit ebenfalls kabellos zu laden. Dazu kommen noch ein paar weitere Gimmicks, etwa der Füllstand des Benzintanks oder der Standort des Autos lassen sich über die MyT-Smartphone-App abfragen. Auch eine Cloud-basierte Navigation mit Echtzeit-Verkehrsinformationen und Over-the-Air-Software-Updates sind möglich. Eine Anspielung auf Premium-Kunden ist das optionale 300-Watt-JBL-Audiosystem mit Verstärker und Subwoofer,


Beim Motor ist die Auswahl nicht so groß, Toyota bietet den bodenständigen 1,0-Liter-Dreizylinder mit 72 PS und 93 Newtonmeter maximalem Drehmoment entweder nur mit 5-Gang-Schaltgetriebe oder mit an eine Automatik. Bei den Sicherheitssystemen kombiniert Toyota Safety Sense eine monokulare Frontkamera mit einem Millimeterwellen-Radarsystem. Das Pre-Crash Safety System erkennt Fußgänger bei Tag und Nacht und Radfahrer bei Tag. Adaptive Cruise Control, Lane Departure Warning und Emergency Steering Assist sind ebenfalls verfügbar.



Das Fahren mit dem Triplet macht einen sehr guten Eindruck, das stufenlose CVT-Getriebe liegt ganz gut in der Stadt und auf dem Land und bei hohen Geschwindigkeiten wird es innen ziemlich laut. Das hat nicht nur mit der Lebensdauer des Motors zu tun, sondern auch damit, dass das Stoffverdeck naturgemäß keine optimale Dämpfung zum Innenraum zulässt. Ansonsten ist der Motor recht gut, der Ampelstart geht flott und das Fahrwerk ist recht gut abgestimmt. Hinzu kommt das relativ geringe Gewicht von 940 zu 1.015 Kilo, was sich in schnell wechselnden Kurven positiv auswirkt. Es macht richtig Spaß, die Kleinen um die Ecke zu zirkeln, nur die Bremsen könnten etwas präziser auf den Druck aufs Pedal reagieren. In der Stadt und in der Tiefgarage ist der kleine Wendekreisradius von 4,7 Metern ein echter Knaller, dazu tragen auch die leicht erhöhte Sitzposition und die insgesamt gute Übersicht bei. Ein Wort zum Verbrauch: Der Hersteller gibt einen Normverbrauch von 4,1 Litern auf 100 Kilometer an, was im Klassendurchschnitt liegt. Wir sind den Kleinwagen mit knapp 5 Litern gefahren. Bei schneller Autobahnfahrt sind 6 Liter realistischer.


Fazit:


Der kleine Toyota ist einer der letzten Verbrenner im A-Segment. Er bietet ein außergewöhnliches Design, gute Raumausnutzung, hohe Wendigkeit in der Stadt und gute Verarbeitung. Abschließend noch ein Wort zum Preis. Den Aygo X gibt es als „Basic“ ab 14.340 Euro, die Ausstattung ist aber überschaubar. Connectivity gibt es ab rund 16.000 Euro in der von uns getesteten Top-Konfiguration, 22.680 Euro werden fällig. Es ist kein Schnäppchen, aber auch nicht überteuert. Abgesehen von Soundsystem und Lackierung gibt es auch keine extra Liste.





 
 
 

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